Jugendfußball

Transkript

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00:00:03: Spieltrieb der Kinder und Jugend Fußball.

00:00:05: Podcast von advance football.

00:00:09: Hallo und herzlich willkommen zum kinder-und jugendfußball.

00:00:13: podcast von advanced football.

00:00:14: ich bin der josha einer vom zwei gründern von advanced futbol Und ich bin heute alleine hier im podcast denn Es geht um ein besonderes Thema, dem ich mich gewidmet habe in den vergangenen Tagen und das möchte ich euch gerne vorstellen.

00:00:29: Nämlich du hast schon im Titel gesehen um das Thema Motivation.

00:00:32: denn eine der meistgestellten Fragen der vergangene Jahre ist eigentlich immer die gleiche nämlich Sako, also mein Kollege hier und Joscha wie schaffen wir es denn eigentlich dass unsere Kids von Anfang an im Spiel und im Training voll motiviert sind und immer Bock haben und immer alles wunderbar ist so flüssig läuft?

00:00:51: Wie schaffen wir das?

00:00:53: Da muss es nämlich geben, das Thema Motivation.

00:00:55: und da fallen dann ganz oft irgendwie Sätze wie meine.

00:00:58: Spieler sind heute irgendwie nicht motiviert.

00:01:00: Die hören mich richtig zu, die ziehen nicht mit so richtig und ich muss sie auch immer irgendwie

00:01:05: antreiben.".

00:01:06: Und da haben wir uns gedacht halt, da lohnt es sich doch eigentlich mal kurz stehen zu bleiben.

00:01:11: denn vielleicht ist die entscheidende Frage ja gar nicht...wie motiviere ich Kinder?

00:01:17: Vielleicht ist die bessere Frage, die wir uns stellen sollten eher wie verhindere ich, dass sich ihre Motivation kaputt mache?

00:01:26: Das klingt jetzt im ersten Moment erstmal hart.

00:01:30: Aber es ist im Kinderfußball ziemlich oft der Fall!

00:01:33: Denn die meisten Kinder oder auch Erwachsene kommen ja nicht zum Fußball- oder Fußballtraining weil sie müssen und gezwungen werden sondern sie kommen ja weil sie Lust auf Fußball haben.

00:01:47: Die wollen spielen, die wollen rennen.

00:01:49: Das wollen die Erwachsenen meistens nicht mehr so.

00:01:51: Sie wollen Tore schießen, sie wollen irgendwie mit ihren Freunden zusammen sein.

00:01:55: Das heißt der Altherrenkick oder in der F-Jugend.

00:01:59: Die wollen besser werden, die wollen sich messen und die wollen auch dazugehören.

00:02:03: Das heisst dann eigentlich es sind neunneinzig Prozent der Fälle die Motivation oft schon da.

00:02:11: Und unsere Aufgabe als Trainer ist das eben nicht diese Motivations künstlich herzustellen sondern Unsere Aufgabe ist es, einen Rahmen zu schaffen in dem diese Motivation bestehen bleibt und sie nicht ein Stück weit in die Flucht schlagen oder gar vertreiben.

00:02:31: Und darum soll's dann eben heute gehen.

00:02:34: und wir starten mal mit dem ersten Abschnitt nämlich Motivations ist eben nicht nur den Anführungszeichen Bock haben.

00:02:42: denn wenn wir über MotivATION sprechen dann denken viele von euch Vielleicht zuerst so an das Thema Lautstärke, eine gewisse Energie und auch so ein gewisser Einsatz der damit kommt.

00:02:53: Ja also so ein motiviertes Kind des Rents viel, ein motiviertes Kind das hört auch sehr gut zu, ein Motiviertes kind gibt auch extrem viel Gas, einen motivierten Kind will vielleicht auch gewinnen.

00:03:03: Das kann alles sein aber ganz oft ist Motivation viel mehr denn ein Kind kann auch motivieren sein obwohl es gerade unsicher ist oder müde, oder frustriert.

00:03:18: Oder nach einem langen Schultag erst mal Zeit braucht um anzukommen.

00:03:23: Denn gerade im Kinder-Jugendfußball oder im Jugendtraining müssen wir das verstehen dass Kinder den ganzen Tag denen sie davor hatten mit auf dem Platz nehmen.

00:03:33: Ja die können das nicht so einfach wie Erwachsene, die dann mal auf den Fußballplatz kommen und sagen scheiß auf die Arbeit Scheiße auf die Frau auf die Freundin.

00:03:40: Auf den Freund auf dem Mann was auch immer.

00:03:43: jetzt kicke ich und alles andere vergess ich dass bei Kindern eben nicht ganz so einfach möglich weil diese Emotionsregulationen nicht so gut machen.

00:03:50: also das Thema Schule Eltern Streit mit Freunden Müdigkeit Hunger Leistungsdruck Pubertät Liebeskummer Das das versteht windet dann nicht automatisch nur weil willst irgendwie sagen hey wir haben acht hütchen auf dem platz und stellen die zahltorien.

00:04:06: Und einmal laut pfeifen da ist die motivation einfach nicht einfach weg.

00:04:12: Und du als trainer kannst ja auch nicht einfacher irgendwie in der form einfach umlegen.

00:04:16: also, Die motivation selbst ist deshalb nicht einfach nur ein schalter den der trainer umlegt sondern die motivation entsteht in der regel im zusammenspiel aus spieler gruppe Aufgabe und Trainer verhalten.

00:04:33: Denn ganz generell gilt, das ist dieser zweite Abschnitt den ich jetzt heute mit euch besprechen möchte, die drei großen Motivationshebeln, die ich trotzdem tätigen kann ja keine Schalter sondern Hebeldicht tätigen können um eben Motivation nicht zu zerstören, sondern Rahmen zu schaffen in dem Kinder sich selbst motivieren können.

00:04:53: Es gibt da nämlich immer drei Bedürfnisse Die für das Thema MotivATION extrem wichtig sind.

00:04:59: Das erste bedürfnis Die Zugehörigkeit.

00:05:03: Das zweite Bedürfnis, die Kompetenz und das dritte Bedürfen ist die Autonomie.

00:05:10: Und es klingt jetzt erstmal mit diesen drei Stichwörtern super theoretisch.

00:05:15: Ist aber recht schnell und sehr sehr praxisnah egal für welchen Altesbereich erklärt.

00:05:22: Zugeheurigkeit heißt nichts anderes.

00:05:24: ich bin Teil dieser Mannschaft ja ich werde gesehen vom Trainer von meinen Mitspielern Ich gehöre einfach dazu Ganz oft dieser Grund, wieso wir überhaupt einen Mannschaftssport machen und nicht beim Bogen schießen sind als Einzelpersonen.

00:05:38: Kompetenz heißt ich kann etwas mir gelingen Sachen Ich werde besser ich habe Erfolgserlebnisse Autonomie also.

00:05:48: der dritte Punkt heißt ich darf mitdenken ja ich wird nicht nur gesehen ich werde auch ein Stück weit gehört Ich darf Entscheidungen treffen, sowohl abseits des Platzes als auch auf dem Platz selber.

00:06:00: Also ich bin keine Marionette des Trainers.

00:06:03: Ich bin nicht nur eine Figur die der Trainer dann irgendwie von A nach B verschiebt.

00:06:07: Wenn diese drei Dinge also Zugehörigkeit, Kompetenz und Autonomie wenn diese drei Dinger regelmäßig erfüllt werden Dann steigt die Chance das Kinder aus sich heraus mitziehen und motiviert bleiben.

00:06:23: Wenn diese drei Dinge fehlen, dann wird es extrem schwierig im Training und im Wettkampf.

00:06:29: Weil dann brauchst du als Trainer immer mehr Druck, mehr Lautstärke, musst noch mal kontrollieren und das kostet total viel Kraft... ...und wird am Ende auch nicht funktionieren was Mittel- und mittelfristige und langfristige Erfolge, was auch immer Erfolges sind angeht.

00:06:45: Aber lass uns die drei Hebel der Motivation nochmal ein bisschen genauer anschauen vor allem im Einzelnen.

00:06:51: Nämlich das Thema Zugehörigkeit Denn da kann man sagen, ohne Beziehung kein Lernen.

00:06:58: Denn Kinder wollen Teil einer Gruppe sein.

00:07:02: Das ist im Fußball sogar noch stärker als in vielen anderen Bereichen weil ich habe es gerade eben schon gesagt der Fußball einfach ein Mannschaftssport ist.

00:07:11: Ein Kind das sich ausgeschlossen fühlt wird selten irgendwie mutig spielen wenn sie ständig Angst hat.

00:07:18: Ein kind des angst hat ausgelacht zu werden zum Beispiel, wenn es schießt oder wenn's einen schwierigen Pass spielt.

00:07:24: Der wird sicherlich weniger ausprobieren und sich weniger trauen.

00:07:29: Ein Kind das glaubt dass der Trainer nur die besten Spieler sieht wird innerlich irgendwann aussteigend sagen okay fuck geht der Trainer keinen Bock auf mich ich hab da kein Boot drauf.

00:07:40: Ja.

00:07:40: und diese die Zugehörigkeit, die entsteht nicht durch ein großes Gerede bei irgendwelchen Saisonanfangssitzungen oder bei irgendwellchen formellen Treffen.

00:07:52: Oder irgendwelche Nachrichten von weiß ich nicht sei es von der KI generiert oder von irgendwelchem WhatsApp-Status.

00:08:01: wir sind ein großes Team.

00:08:02: so entsteht das nicht.

00:08:03: dieses zugehöriges Thema sondern Zugehörigkeit vor allem mit dem einzelnen Spieler entsteht ganz, ganz oft in den kleinen Momenten.

00:08:12: Du begrüßt jeden deiner Spieler mit Namen und guckst ihm in die Augen.

00:08:17: Du lächelst ihn an egal ob du jetzt gerade Bock auf ihn hast oder nicht.

00:08:21: Sagst ihm hey ich freue mich dass du hier bist.

00:08:23: Ich finde es cool das du heute im Training bist.

00:08:25: Lass uns gemeinsam die Zeit nutzen Und das musst du gar nicht immer verbalisieren.

00:08:29: Das reicht auch schon ganz ganz oft wenn du das einfach mit einer Mimik bei der Ausstrahlung die Kind vermitteln kannst natürlich aber auch kurzes Gespräch suchen.

00:08:38: Du fragst ihn kurz, wie es ihm geht und du achtest vielleicht auch ein bisschen drauf dass das Team nicht immer gleich gewählt wird, ja?

00:08:45: Dass er so ein bisschen durchmischt wird.

00:08:46: Du sprichst nicht nur mit den coolen Kindern, muss man ehrlicherweise auch ganz oft so.

00:08:52: in Mannschaften gibt's halt Kids der macht Spaß mit denen abzuhängen und mit denen als Trainer auch irgendwie zu interagieren.

00:08:58: dann gibts halt Kinder.

00:08:59: erstes ist ein bisschen schwieriger weil die ein bisschen schüchterner sind Zurückhaltender sind also irgendwie die witzigen Kinder, die irgendwie schon ein bisschen cleverer sind im Kopf.

00:09:12: Das ist natürlich auch klar und vor allem gibt es aber auch diesen ruhigeren Kindern eine Rolle, die sie ausfüllen können.

00:09:19: Und ganz ganz wichtiger Punkt zu diesem Thema Erzugehörigkeit du unterbindest Ausgrenzung innerhalb der Mannschaft sofort.

00:09:28: Eine Sache die da extrem wichtig ist.

00:09:31: Gespräche müssen da nicht immer tiefgehend sein, das habe ich gerade eben schon gesagt.

00:09:35: Denn bei vielen jungen und auch alten Kids bekommen denn selbst die Eltern nicht so wirklich viel aus den Raus.

00:09:43: Und dann ist ein sich selbst gesehen werden.

00:09:47: von dem Spieler muss ja nicht immer dass du jetzt einen zehn Minuten Gespräch mit ihm führst und es kann ganz ganz oft einfach nur sein hey wie war dein Tag alles fit.

00:09:54: schön dass du da bist.

00:09:56: Ich hab gesehen, dass du dich heute richtig reingehaut hast.

00:09:58: Wer eine Training ist super, super cool und wenn dessen Kind immer mal wieder spürt es muss auch nicht jedes Training sein aber immer Mal wieder zwischen Zwischen ihr lauf vom Platz runter zu Kabine der Kabine auf dem Platz vielleicht läufst Du zum Auto er wird gerade von seiner von seinen Eltern abgeholt.

00:10:16: und da etwa immer mal Wieder dieses kurze hey ich sehe das du da bist Du bist Teil der Mannschaft Das Zugehörigkeits Diese Zugehörigkeit quasi über Beziehungen mit kleinen Aktionen, den Kinder zu vermitteln.

00:10:29: Das ist ein wahnsinnig großer Anker und eben einer dieser oder nicht Anker aber Hebel.

00:10:34: Einer dieser drei die wir jetzt besprechen möchten und das war der erste.

00:10:40: Der zweite ist das Thema Kompetenz.

00:10:45: Kinder brauchen sichtbaren Fortschritts.

00:10:47: was bedeutet es?

00:10:49: Jedes Spieler will irgendwie das Gefühl haben ich kann etwas im Fußball Sonst würden sie wir es auch nicht machen weil auch, wir wollen als menschen uns ein stückweit weiterentwickeln.

00:11:00: das kann natürlich immer unterschiedliche ausprägung haben aber wenn ich was lerne wenn ich besser werde in sachen dann seht das gewisse.

00:11:07: Hormone frei beim gehören bla bla blaben ist jetzt kein biologie und unterricht machen aber es setzt eben Sachen frei die des kind bestärken und vor allem mit dem positiven gefühl davon gehen lassen.

00:11:20: heißt Das solltest du versuchen als Trainer immer wieder herzustellen.

00:11:25: Aber hier machen dann viele Trainer auf den Fehler, denn sie loben vor allem das Ergebnis.

00:11:30: Tor geschossen, Lob!

00:11:32: Zwei Kampf gewonnen, Lob.

00:11:35: Spiel gewonnen.

00:11:35: als Mannschaft?

00:11:36: Lob.

00:11:37: Schöne Technik oder eine ästhetische Technik.

00:11:39: als Spieler kriege ich sehr viel Lob vom Trainer.

00:11:42: Das ist auch prinzipiell nicht falsch aber ein Stück weit auch zu kurz gegriffen Wenn immer nur die diese sichtbaren Top-Aktionen gelobt werden, also das was sowieso offensichtlich ist bekommen oft dieselben Kinder nämlich die Leistungsstärksten.

00:11:57: die einen erkennen und die anderen lernen dann irgendwie.

00:12:00: ich bin irgendwie nicht besonders gut.

00:12:03: Und deshalb ist deine Rolle als Trainer eben auch den Fortschritt so ein bisschen sichtbar zu machen und nicht nur das Ergebnis.

00:12:09: Nämlich Ein Kind traut sich ins Tripling, obwohl er den Ball verliert.

00:12:14: Auch das kann ein Fortschritt sein, weil der gestartet ist bei ... Er macht überhaupt keinen Tripling.

00:12:18: und jetzt hat er schon drei Triplings gemacht und davon haben zwei nicht geklappt.

00:12:21: und vielleicht klappt der Dritte oder der dritte klappt auch nicht.

00:12:24: aber auch das ist ein Stück weit okay.

00:12:26: Oder ein Kind schaut sich vor seinem ersten Kontakt über die Schulter und hat sich vororientiert.

00:12:32: Auch dessen Fortsschritt.

00:12:34: Und daraus ist kein... ...fünfzig Meter Flugball geentstanden von Toni Groß sondern einfach nur Das ist das, was du wochen zuvor mal gesagt hattest und es hat jetzt versucht umzusetzen.

00:12:46: Oder ein Kind läuft beim Karsten eins gegen eins in der Trainingsform von uns nicht lang leihen auf den Gegner zu sondern eben ins Zentrum.

00:12:53: Auch das ist ein Fortschritt.

00:12:55: oder ein Kind bleibt nach Ballfluss dran bleibt nicht stehen auch dessen Fortsschritt.

00:12:59: Ein Kind spielt heute mutiger nach vorne als sonst.

00:13:02: auch das ist einen Fortschlag.

00:13:05: was sonst immer gepennt hat beim einlaufen plötzlich sehr, sehr gut mitmachen und Muss nicht jedes mal angeschrien werden das ist jetzt rein renn für diese form sondern nur jedes zweite mal auch dessen fortschritt.

00:13:17: Und da ist es eben genau dass dieses gutes feedback.

00:13:20: also baden ist etwas gut.

00:13:22: wann ist was schlecht?

00:13:23: ist eben nicht nur gut gemacht toll gemacht super Sondern stark dass du nach dem ballfluss direkt wieder nachgesetzt hast.

00:13:32: oder Jonas, du bist ins Zentrum getrippelt und hast Sven so komplett rasiert.

00:13:37: Sehr gut gemacht im Eins gegen Eins oder Jana, cool dass du Nadine Ball gegeben hast kurz vor dem Torabschluss nochmal.

00:13:44: So merken die Kinder auch wenn du sie bei Namen nennst teilweise hey ich werde besser ist funktionieren Sachen.

00:13:50: der Trainer sieht jetzt nicht nur den vierzig Meter Wolleischuss oder die geile Flanke sondern da sieht auch Bemühungen die vielleicht nichts zu einem Ergebnis geführt haben.

00:13:58: Und dieses Gefühl ist eine der stärksten Motivatoren Motoren für die Motivation, die wir überhaupt haben.

00:14:07: Also neben dem Thema Zugehörigkeit eben als zweites das Thema Kompetenz.

00:14:13: Dann fehlt noch das dritte, nämlich das Thema Autonomie, nämlich Mitbestimmung ohne Chaos.

00:14:19: Denn Anatomie, nicht Anatomie-Autonomie wird im Fußball oft falsch standen Weil manche denken, naja wenn die Kinder jetzt mitbestimmen dann verliere ich als Rede irgendwie die Kontrolle und ich bin ja derjenige Feldwebelmäßig, der hier alles bestimmen muss.

00:14:34: Aber darum geht es gar nicht.

00:14:36: Autonomie heißt nicht die Kinder machen was sie wollen sondern Autonomien heißt die Kinder erleben innerhalb eines klaren Rahmens das ihre Meinung zählt.

00:14:48: Das kann ganz ganz klein anfangen.

00:14:51: Wollt ihr das Abschluss Spiel mit Wand spielern oder mit vier Minitoren machen?

00:14:56: Welche Regel macht das Spiel schwieriger?

00:14:57: Was wollt ihr da auswählen?

00:14:59: Was war gerade eine gute Lösung, wie hätten wir es anders machen können.

00:15:03: Welches Ziel nehmen wir uns für die nächsten fünf Minuten vor?

00:15:08: Challenge Game oder klassisches Abschlussspiel?

00:15:11: Solche Fragen kosten kaum Zeit aber sie verändern die Haltung der Spiele und der ganzen Mannschaft weil die Kinder dann nicht nur Empfänger von dir als Anweisung sind neunzig Minuten lang sondern sie werden aktiv mit einbezogen In den Trainingsalltag, in die Trainingsgestaltung auch ein Stück weit.

00:15:30: Vielleicht auch eine Wettkampfgestaltung und gerade im Kinder-Jugendfußball ist es enorm wichtig.

00:15:35: Die wollen ernst genommen werden.

00:15:37: Und sie hinterfragen Entscheidungen.

00:15:39: Sie wollen verstehen warum sie etwas tun sollen.

00:15:42: Es ist gut so oder extrem wichtig.

00:15:45: Am Ende wollen wir alle Spiele mitdenken mitdenken als als kinder.

00:15:53: die werden auch automatisch dann nicht nur auf sondern auch neben dem platz zu besseren fußball und auch zu bessere menschen.

00:16:01: Der nächste abschnitt ist der trainer als rahmengestalter, jetzt kommt es ein stückweit der entscheidende punkt denn motivation heißt nicht dass alles locker ist.

00:16:12: ja auch kinder, die motiviert werden wollen oder motivieren müssen besser gesagt brauchen Struktur.

00:16:20: Sie brauchen Regeln, sie brauchen Orientierung und klare Aufgaben und Leitblanken.

00:16:26: Ein motivierendes Training ist nicht völlig zufällig oder random dahin geplant und wir schauen mal, sondern im Gegenteil es braucht einen klaren Rahmen.

00:16:36: Was ist heute das Teil Thema?

00:16:38: Wollen wir maximal Spaß haben?

00:16:40: Geht zu uns um minimale Standzeiten.

00:16:42: Was ist die Aufgabe, was ist erlaubt und nicht okay?

00:16:45: Woran erkennen wir in diesem Training das es gutes Training war?

00:16:48: Man greift sich als Trainer ein, man coache ich, dann halte ich lieber mal die Klappe in der Übungsform.

00:16:54: Man lasse sich einfach Sachen auch mal laufen wenn's vielleicht ein bisschen rupiger wird.

00:16:58: Und Kinder wollen die Freiheit aber sie brauchen auch ein Stück was die Sicherheit zu wissen.

00:17:02: hey da ist jemand der guckt immer wieder drauf denn ein gutes Training verbindet beides Freiheit und die Sicherheit.

00:17:09: Klare Organisationen, aber viele eigene Entscheidungen in den Trainingsformen selbst.

00:17:15: Klere Regeln in der Organisation, aber maximal viel Raum für Kreativität der Spieler.

00:17:22: Kläre Ziele, aber verschiedene Lösungswege wie wir dahin kommen.

00:17:27: Klares Coaching, aber kein permanentes Reinrufen- und Joystick Trainer oder PlayStation Trainer werden!

00:17:34: Das ist dann tatsächlich diese Kunst quasi als Trainer, als Rahmengestalter das ganze sinnvoll zu gestalten.

00:17:43: Das nächste um was es dann geht so dieses Thema Fehlerkultur.

00:17:47: denn Fehler sind eigentlich keine Motivationsprobleme Denn ein großer Motivation Killer ist der falsche Umgang mit Fehlern.

00:17:55: das wirst du vielleicht bei dir auch schon mal entdeckt haben.

00:17:58: wenn ihr Kind nach jedem fehlpass hört Nein, was machst du da?

00:18:02: Spiel doch rüber.

00:18:04: Spiele früher nicht schon wieder diesen Ball Jonas hör auf damit spiel einfach sauber spiel auf Sicherheit dann wird es irgendwann vorsichtiger von alleine.

00:18:13: und wir hatten es vorhin schon.

00:18:14: Vorsichtige Kinder lernen langsamer.

00:18:17: Fehler sind im Training kein Problem.

00:18:21: Fehler ist eigentlich der Grund warum wir trainieren weil wenn wir alles perfekt könnten dann müssen auch nicht mehr trainieren.

00:18:28: Natürlich sollen Kinder besser werden Und natürlich darfst du als Trainer, deshalb machst du das ja auch wahrscheinlich ein Stück weit.

00:18:34: Darf es aus Sachen korrigieren und Coaching?

00:18:36: Aber die Frage ist immer dieses Wie.

00:18:39: So einen Fehler kann heißen... Das Kind hat vielleicht was ausprobiert!

00:18:42: Das Kind hatte die Aufgabe noch nicht verstanden.

00:18:45: Das Kind war überfordert.

00:18:46: Die Übung, die du dir ausgesucht hast, war halt zu schwer für deine E-Jugend, für deine F-Juge.

00:18:51: Die Wahrnehmung, also vielleicht auch rein physiologisch gesehenes Periphersehen, war noch nicht da oder ist nur nicht da.

00:18:59: Die Entscheidung war okay, er wollte den Ball dahin spielen.

00:19:02: Aber die Ausführung war halt schlecht weil Platzfehler... Schuhe nicht geboten oder whatever und es sind alles so unterschiedliche Dinge und wenn wir da aber jeden Fehler gleich behandeln dann coachen wir einfach extrem schlecht.

00:19:15: Und da ist immer wieder so ein hilfreiches Satz den man sich ins Gedächtnis rufen kann hey was hast du jetzt gesehen?

00:19:20: Oder welche andere Lösung hattest du denn noch im Kopf?

00:19:23: Oder gute Idee nächstes mal achte einfach mal auf deinen ersten Kontakt.

00:19:28: Also bleibt das kindenstückweit im lernen nicht hinter frage es immer wieder ist.

00:19:32: sie fühlt sich automatisch gesehen anstatt einfach nur ja was scheiße was du gemacht hast.

00:19:38: Weitere punkt ist dann natürlich auch diese leistungsunterschiede denn.

00:19:43: Motivation braucht automatisch auch passende Aufgaben den in jeder Mannschaft gibt's halt auch Leistung unterscheiden und es ist auch normal dass es beim FC Bayern so ein Harry Kane ist noch mal ein anderes Niveau als mit J Kim vom Tor oder generell als Spieler problematisch wirds wenn alles immer oder wenn alle immer exakt dieselbe Aufgabe auf den dieselben Niveau lösen sollen und müssen.

00:20:07: Weil dann sind manche überfordert, andere wiederum gelangen bald automatisch.

00:20:12: denn beides und das größte Problem beides demotiviert sowohl Überforderung als auch Unterforderung und deshalb brauchen wir diese Differenzierung.

00:20:20: also wir brauchen kleine Spielformen viele Ballkontakte passende Gegenspieler kleine Zahlen Verhältnisse Zusatzregeln vielleicht für manche starke Spieler.

00:20:30: Erleichterungen für schwächere Spieler, ein individuelles Coaching statt ständiger Unterbrechung der ganzen Mannschaft und dabei ist Einsatz zentral.

00:20:39: denn nicht jede Aufgabe muss jedes Kind oder muss für jedes Kind gleich schwer sein aber sie muss für Jedes Kind sinnvoll sein.

00:20:49: nochmal Nicht jede Aufgabe Muss für jedes kind Gleichschwer sein Aber sie muss für jedes Kind sinnvoll sein.

00:20:58: Ein schwächerer Spieler braucht vielleicht ein paar mehr Volkserlebnisse, stärkere Spieler brauchen vielleicht ein Paar mehr Herausforderungen.

00:21:05: Aber beide brauchen ganz klar das Gefühl hat man vorhin eben auch schon dieses Kompetenzgefühl.

00:21:10: hey ich werd besser in dem was ich tue und es erfordert eben auch von dir als Trainer so diese Thema Leistungsunterschiede aktive Arbeit daran.

00:21:21: Im nächsten Abschnitt geht es um die extrinsische Motivation, denn dies ist nicht der Feind.

00:21:29: Ein wichtiger Punkt ist man hört ja ganz oft so dieses intrinsiche in einem Menschen die intrinsischen Motivations super und die extrinsichen MotivATION.

00:21:39: also das was von außen kommt ist schlecht.

00:21:41: aber so einfach ist es nicht.

00:21:42: Denn natürlich wollen auch Kinder gewinnen Sie wollen Tore schießen, sie wollen gelobt werden.

00:21:49: Sie wollen vielleicht auch in einer Startformation unbedingt stehen und sie wollen die Turniere spielen und möglichst oft eingewechselt werden.

00:21:56: Das ist nicht schlecht denn der Wettbewerb selbst gehört ja zum Fußball dazu sonst wird man es ja auch nicht spielen mit Punkte stellen.

00:22:02: Problematisch wird's nur wenn das alles dominiert Wenn ein Kind nur noch spielt um nicht kritisiert zu werden wenn es nur noch um Tabellen geht wenn Lob nur nach Touren kommt diese Geschossen haben Wenn Fehler, hat man vorhin schon angesprochen irgendwelche Ängste auslösen.

00:22:19: Wenn der Trainer nach Niederlagen komplett anders mit der Mannschaft spricht als nach Siegen dann wird die Motivation extrem eng und hängt auch von solchen Sachen ab und es ist sehr ungesund.

00:22:30: denn unser Ziel soll das eigentlich sein.

00:22:33: Wettbewerb ja aber immer eingebettet in gewisse Entwicklung.

00:22:37: also nicht Ergebnis ist egal sondern Ergebnis ist nicht alles.

00:22:42: wir wollen gewinnen aber wir wollen für allem besser werden.

00:22:45: Thema Kompetenz erfahren.

00:22:48: Letzte Abschnitt, was heißt das jetzt aber für deine nächste Trainingseinheit eigentlich?

00:22:52: Denn wenn du als Trainer morgen Training hast kannst du dir eigentlich direkt drei Dinge selbst aufschreiben oder selbst prüfen.

00:22:59: bei dir nämlich erstens des Thema Zugehörigkeit.

00:23:02: Hab ich heute jedes Kind einmal individuell wahrgenommen.

00:23:06: und es heißt noch mal nicht dass du jedes Kind zehn Minuten vorgetextet hast sondern Handschlag Augenkontakt Name sagen Und bei ein paar Kindern müssen nicht bei allen sein.

00:23:18: Vielleicht mal einen kurzer Schnack, zwei Sätze.

00:23:21: Mal explizit was reingecoacht.

00:23:23: Ein bisschen differenzierter als nur schießt im Ballstärker.

00:23:27: Das ist Zugehörigkeit!

00:23:28: Das zweite Kompetenz hat jedes Kind heute mindestens ein Erfolgserlebnis oder vielleicht auch ein konkretes Entwicklungsfeedback in irgendeiner Form bekommen.

00:23:38: Hat es eine gute Entscheidung getroffen?

00:23:40: Hat's irgendwie ein geiles Tor geschossen?

00:23:42: ist es passiert?

00:23:43: und das dritte nämlich die autonomie gab es heute mindestens eine echte entscheidungsmöglichkeit für die spieler?

00:23:51: ja, und es muss nicht perfekt sein also Die entscheidungsmöglichkeiten.

00:23:55: Es muss nicht sein dass jetzt das komplette training gestalten aber es kann auch nur so kleinigkeiten seien manschaftswahl oder platzwahl oder was auch immer.

00:24:03: Und diese drei sachen die ich jetzt angesprochen habe also zugehörigkeit kompetenzautonomie das muss nicht immer perfekt sein das muss nie mehr perfekt gelöst sein.

00:24:12: Aber wenn du diese drei Fragen regelmäßig mit Ja beantworten kannst in deinem Training, dann bist du auch einem sehr guten Weg.

00:24:20: Merk dir also Kinder zu motivieren heißt dem Fußball nicht permanent Entstimmung zu machen und laut zu sein das heißt einen Umfeld herzustellen indem Kinder gerne kommen Mutik handeln Fehler machen dürfen Fortschritt erleben Und vor allem sich als Teil der Mannschaft fühlen.

00:24:41: die meisten Kinder bringen Begeisterung mit.

00:24:45: Unsere Aufgabe ist es, sie einfach nicht zu bremsen.

00:24:49: oder noch Einwahl gesagt Motivation im Kinderfußball ist kein Hexenwerk.

00:24:55: Sie entsteht wenn Kinder sich gesehen fühlen Fortschritt erleben und dann als allerletztes und aller aller wichtigstes sehr gerne wiederkommen.